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Chardin.

Hg. Pierre Rosenberg. New Haven 2000.

24 x 31 cm, 360 S., durchg. farb. Abb., geb.

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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Der große Individualist unter den französischen Malern des 18. Jahrhunderts wird in dieser Monographie ausgiebig gewürdigt. Jean Siméon Chardin (1699-1779) hat mit seinen Stillleben und Genrebildern bereits zu seinen Lebzeiten die Kunstwelt begeistert. »Pfirsiche, auf zarte Weinblätter gebettet, leuchten verführerisch in Zartgelb und Hellrot. Pflaumen schimmern im matten Violett, Nüsse in sattem Goldbraun. Nur von der bauchigen Zinkkanne strahlen ein paar kühle Blitzer aus dem diffusen Halbdunkel - es ist, als ob die banalen Kleinigkeiten des Alltags zu leiser Lebendigkeit erwachen«, staunt Der Spiegel, »der Zaubermeister dieser exzentrischen Stille heißt Jean Siméon Chardin; er war gerade 29 Jahre alt, als er 1728 seinen magischen Obstsalat auf die Leinwand strich: Vor seiner Haustür in Paris tobte die spaßsüchtig dekadente Epoche des Rokoko - und der noch unbekannte Künstler setzte dem frivolen Treiben ausgerechnet ein beschauliches Stilleben aus der biederen Welt der Küche entgegen.« Chardin malte, was auf den Tisch kam: Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass die abgebildeten Eier, Zwiebeln, Hühner und Fische später im Kochtopf von Madame Chardin landeten« (Der Tagesspiegel). Aragon beförderte Chardin sogar zum Kommunisten avant la lettre und zum Vorläufer des sozialistischen Realismus: »Es steht fest, dass Chardin, indem er darauf bestand, den bürgerlichen Alltag zu malen, gegen die Interessen des Adels und des Königtums verstieß und das revolutionäre Klima vorbereitete.« Die Provokation mit dem Unspektakulären hatte Erfolg. Schon zu Lebzeiten wurde Chardin verehrt und sogar mit den italienischen Barockmalern und niederländischen Altstars verglichen. Der Philosoph Diderot, sein größter Fan, sprühte vor Enthusiasmus: »O Chardin«, das ist nicht das Weiß, das Rot, das Schwarz, das du auf der Palette zerreibst. Es sind die Luft und das Licht, die du da auf deine Pinselspitze nimmst.« Heute werden Chardins Kunstwerke auf Ausstellungen ehrfürchtig zwischen Paris, London und New York herumgereicht. Die Zeit ist sicher: »Seine natures mortes haben Dauer, seine aus dem Leben gegriffenen Szenen die Würde des Zeitlosen. Erzielt wird solche Sublimierung durch das Weglassen von Anekdotischem und die Konzentration auf wenige sprechende Objekte und Figuren, deren Steifheit noch zur Distanz und Kontemplation beiträgt ... Nichts stört diese ausgetüftelte Harmonie, nichts lenkt von ihr ab.« »Von Chardin haben wir gelernt« sagt Proust »dass eine Birne so lebendig ist wie eine Frau, dass ein gewöhnlicher Tonkrug so schön ist wie ein Edelstein.« (Text engl.)
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