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Von Adriano Sofri. Köln 1998. Aus der Reihe »Die Andere Bibliothek«, Band 160.

Der Knoten und der Nagel. Vorzugsausgabe.

13 x 21,5 cm, 323 Seiten, limitiert (999 Expl.), Fadenheftung, Bleisatz, Rückenschild m. Goldprägung, geb. in pflanzl. gegerbtes, ostind. Ziegenleder.
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Der Knoten und der Nagel. Vorzugsausgabe.
Von Adriano Sofri. Köln 1998. Aus der Reihe »Die Andere Bibliothek«, Band 160.
»Als Kind lief ich immer mit offenen Schnürsenkeln herum.« Eine Kulturgeschichte des Nagels? Des Knotens? Hier geht es nicht um Kuriositäten, hier geht es ums Ganze. Denn der Autor kann zeigen, dass damit eine Unterscheidung auf dem Spiel steht, die ebenso fundamental ist wie die vertrauten Gegensätze weiblich/männlich oder rechts/links. Es handelt sich um uralte, tief in der Geschichte der Menschheit verwurzelte Figuren. Und es stellt sich heraus, dass beide Erfindungen, die der Klinge und die der Schlinge, aufs engste mit dem Kampf der Geschlechter und mit dem Unterschied zwischen der linken und der rechten Seite zusammenhängen. Kein Wunder also, dass der Band auch eine politische Dimension eröffnet. Das anthropologische Thema wird nicht akademisch abgehandelt. Der Autor will keine These aufstellen und kein System errichten. Er erzählt uns vielmehr Geschichten - alte und neue, bekannte und unbekannte. Sein Buch ist selber ein dicht gewobener Teppich mit tausend Knoten. Von Zwitterwesen und Chimären ist darin die Rede, vom Bergsteigen mit und ohne Haken, von Schnürsenkeln und Utopien. Seine politische Aktualität aber besteht darin, dass der Niedergang der linken Bewegungen diesen Schriftsteller nicht gelähmt hat. Er versteht es weiterzudenken. Die Kühnheit, die er dabei an den Tag legt, ist imponierend - um so mehr, da bis vor wenigen Jahren, zu 22 Jahren Haft verurteilt, in einem italienischen Gefängnis saß. Sofri (Jg. 1942) war der charismatische Anführer der außerparlamentarischen Bewegung »Lotta Continua«. In einer Serie von höchst fragwürdigen Prozessen wurde er auf Grund fadenscheiniger Aussagen beschuldigt, zum Mord an einem Polizeikommissar angestiftet zu haben. Die öffentliche Meinung Italiens spricht von einem Justizskandal, der an den Fall Dreyfus erinnert. Limitierte Ausgabe in hochwertigem Ziegenledereinband.
13 x 21,5 cm, 323 Seiten, limitiert (999 Expl.), Fadenheftung, Bleisatz, Rückenschild m. Goldprägung, geb. in pflanzl. gegerbtes, ostind. Ziegenleder.
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