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Von Hans Fallada. Berlin 2016.

Kleiner Mann - was nun

14 x 22 cm, 448 S., geb. mit Schutzumschlag.
Versand-Nr. 753050
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geb. = fester Einband, pb. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe* (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)
Kleiner Mann - was nun
Von Hans Fallada. Berlin 2016.
Hans Falladas Meisterwerk erschien in unsicheren Zeiten. Es wurde vor dem Druck 1932 gekürzt und verändert: Textstellen, an denen sich der Autor politisch differenziert äußerte, wurden geglättet oder gar in ihr Gegenteil verkehrt. Fast ein Viertel des Textes fehlte in bisherigen Ausgaben, politische Äußerungen waren abgeschwächt worden. Jahrzehntelang lag das Originalmanuskript vergessen im Fallada-Archiv. Jetzt erscheint der Roman erstmals so, wie Fallada ihn gewollt hatte. »Endlich zeigt sich der authentische Fallada« (DRadio Kultur). Er solle »schreiben, wie ihm der Schnabel gewachsen ist«, hatte der Verleger Ernst Rowohlt Fallada beim Schreiben geraten. »Wie sehr er das beherzigte, erleben wir jetzt in der ungekürzten Originalfassung um so deutlicher«, hat das DRadio analysiert: »Authentisch und hart im Ton, beherzt in den politischen Äußerungen seiner Figuren und schärfer in der Zeichnung seines Zeitportraits des Berliner Submilieu mit allem Tingeltangel und bums fallera.« In 16 Wochen schreibt Fallada seinen Roman. »Kleiner Mann, was nun« erscheint am Vorabend der Machtübernahme der Nazis. Wie ein Seismograf verarbeitet Fallada die politische Stimmung im Manuskript. Doch in der gedruckten Version von 1932 fehlen ganze Passagen. »Besonders Stellen, an denen es dem Autor darum ging, Politisches darzustellen, wurden geglättet, wurden gekürzt, zum Teil sogar ins Gegenteil verkehrt«, erklärt die Lektorin Nele Holdack. »Es gibt zum Beispiel eine Stelle, an der Johannes Pinneberg sich positiv über die Juden äußert, und die wurde so eingekürzt, dass am Ende eine negative Aussage da stand.« Die nun publizierte Originalversion ist um 100 Seiten umfangreicher, das ist gut ein Viertel des Romans. »Liest man heute den Roman«, staunt der NDR, »erkennt man den genauen Beobachter, der dorthin schaut hat, wo es weht tat.« Und darum geht es: Johannes Pinneberg und seine Freundin Emma, genannt Lämmchen, erfahren, dass sie ein Kind erwarten. Kurz entschlossen heiratet das frisch verliebte Paar, auch wenn es mit wenig über die Runden kommen muss. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis glauben der kleine Berliner Verkäufer und seine junge Frau an das Glück. Als sich Pinneberg in das Millionenheer der Arbeitslosen einreihen muss, nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelten Mannes in die Hand. »Ein packendes, hochaktuelles Porträt der Zeit. Erstmals die komplette Originalfassung: Fast ein Viertel des handschriftlichen Urmanuskriptes fehlte im bisherigen Buch: insgesamt etwa 100 Seiten, darunter politische Äußerungen, aber auch damals zu Freizügiges ... Eine lohnende Entdeckung, ein toller Roman und auch heute aktuell«. (NDR)
14 x 22 cm, 448 S., geb. mit Schutzumschlag.
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