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Klaus Mann. Mephisto. Roman einer Karriere.

Hamburg 2019.

11,5 x 19 cm, 416 S., pb.

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Versand-Nr. 1166719
geb. = fester Einband; pb. = Paperback-Ausgabe;
Tb. = Taschenbuch; Sonderausgabe = Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe


Der Roman «Mephisto», 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido erstmals erschienen, löste bereits zu Lebzeiten des Autors einen Skandal aus, und war in der Bundesrepublik verboten, bis Rowohlt mit der erneuten Veröffentlichung 1981 Fakten schuf. Allzu deutlich trägt die Figur des unter den Nationalsozialisten gefeierten Schauspielstars Hendrik Höfgen die Züge von Manns Ex-Schwager Gustav Gründgens. Dabei ist «Mephisto» kein Schlüsselroman, sondern ein Zeitpanorama, voll exakter Beobachtungen und poetischer Überformungen. Der Roman wurde nach seiner Neuauflage zum Kultbuch: als exemplarische und höchst lehrreiche Geschichte über Anpassung und Widerstand, Karrieredenken und künstlerische Moral. Christa Wolf schildert in »Kindheitsmuster« einfühlsam, wie der Charakter in einer Diktatur deformiert wird. Klaus Mann beschreibt das Verhalten einer bereits beschädigten Persönlichkeit in einem totalitärem System. Dies gelingt ihm mit Hilfe der Ironie. »Es mag einem in Anbetracht des Sujets widerstreben, aber keine Frage: Dieser »Mephisto«-Roman ist eben auch schrecklich amüsant.« (Martin Krumbholz Deutschlandradio)