Zwischen 1860 und 1895 verfasst Leopold von Sacher-Masoch etwa 80 Romane, über 100 Novellen und Aufsätze sowie acht Dramen. In Erinnerung geblieben ist er aber wegen einer sexuellen Obsession, die er in seinem Roman »Die Venus im Pelz« beschreibt. Dass Vorlage und Realität nicht weit voneinander entfernt sind, zeigen diese beiden Bände. 1906 veröffentlichte die erste Ehefrau des Autors Wanda von Sacher-Masoch ihre Lebensbeichte. Der ehemalige Sekretär Sacher-Masochs, Carl Felix von Schlichtegroll, antwortete auf diesen »Kübel voll Schmutz und Unrat« mit eigenen Schriften, denen er die einzigen erhalten gebliebenen Tagebuchpassagen hinzufügte. Die Fehde zwischen Wanda und dem »Sekretär« ist »ein Kuriosum der Literaturgeschichte« (der Standard). Die Bücher liefern zudem Erhellendes zum Werk und bieten spannendes soziokulturelles Zeitkolorit. Enthalten sind die Bände: »Wanda von Sacher-Masoch. Lebensbeichte.« Vollständige Ausgabe mit dem Nachtrag »Masochismus und Masochisten«, allen verfügbaren Briefen der Wanda, allen Rezensionen und einem Dossier. »Carl F. von Schlichtegroll. Sacher-Masoch.« In seinen Büchern Sacher-Masoch und der Masochismus (1901) und Wanda ohne Maske und Pelz (1906) hat er aufschlussreiche Briefe überliefert, nebst Auszügen aus Sacher-Masochs Tagebuch. Sie sind auch weiterhin eine der aufschlussreichsten Quellen zu diesem Autor.