Barbara Hannigan kehrt mit ihrem langjährigen Partner, dem niederländischen Pianisten und großen Interpreten der Musik des 20. Jahrhunderts Reinbert de Leeuw, zurück und präsentiert ein Recital, das sich mit den Wurzeln der modernen Musik befasst, mit den Komponisten, die die Wende zum 20. Jahrhundert geprägt haben: Hugo Wolf (Mignon-Lieder), Arnold Schönberg (Vier Lieder op. 2), Anton Webern (Fünf Lieder nach Gedichten von R. Dehmel), Alexander Zemlinsky (ausgewählte Lieder), Alma Mahler (Die stille Nacht etc.) und Alban Berg (Sieben frühe Lieder). Aus der sogenannten Zweiten Wiener Schule, einer unglaublichen Mischung aus Musikern, Malern, Schriftstellern und anderen Künstlern, die Salons und Cafés frequentierten, entstand eine völlig neue Musiksprache. Barbara Hannigan liebt dieses Repertoire besonders und setzt sich seit langem dafür ein. Natürlich denken wir dabei an Berg und seine unvergessliche Lulu: Die »singende Künstlerin, wie Journalisten sie oft gerne beschreiben, verkörpert diese Musik mit ihrem legendären dramatischen Gespür und macht jedes dieser Lieder zu einer Geschichte für sich.