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Künstler in Weimars Kunstschule 1860-1919. An der Spitze des Fortschritts.

Von Hans-Dieter Mück. Weimar 2016.

20,5 x 25 cm, 496 S., zahlr. farb. Abb., geb. mit Schutzumschlag.

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Tb. = Taschenbuch; Sonderausgabe = Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe

Nach erfolgtem Umbau eines Bau-Magazins zum Atelierhaus zwecks »Ausbildung junger, mit Talent begabter Kunstbeflissener« (Gründungsdekret von 1860) konnte die von Carl Alexanders Domänenrente finanzierte »Großherzoglich-Sächsische Kunstschule« Mitte November 1860 im Herz der knapp 14.000 Einwohner zählenden Residenzstadt Weimar den Lehrbetrieb aufnehmen. Das »Außerordentliche« dieser Neugründung: Dass Kunsteleven aus ganz Deutschland und aus Skandinavien nach freier Lehrerwahl von jungen Absolventen der Akademien München (Franz Lenbach), Düsseldorf (Arnold Böcklin) und Berlin (Rheinhold Begas) liberale, unakademische Korrektur erteilt bekamen. Und: Dass Lenbach seine Schüler bereits ab Frühjahr 1861 Freilichtstudien im Weimarer Land fertigen ließ, während Böcklin »das philiströse Leben und die strenge Hofetikette der Residenzstadt« (Angela Böcklin) mit seinem selbstgebastelten, an spätere Doppeldecker erinnernden Flugapparat weit unter sich lassen wollte. Nach der Devise »Nicht modisch, aber zeitgemäß sein«, entwickelte sich die Kunstschule ab 1870 zum deutschen Zentrum naturalistischer Genremalerei und ab 1875 zum nationalen Vorreiter pleinairistisch-impressionistischer »Paysage intime«-Landschaftsmalerei (»Weimarer Malerschule«). Um die Jahrhundertwende prägten Neoimpressionismus und Jugendstil den Lehrplan der Kunstschule. Mit Werkbiographien und repräsentativen Farbabbildungen werden die 45 Lehrer und deren bekannteste Schüler (Hans Arp, Paul Braum, Max Beckmann, Ivo Hauptmann, Max Liebermann, Christian Rohlfs u. a.) erstmals im Überblick vorgestellt.